Piercings
sind nicht erst in der Neuzeit entstanden.
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Bereits die Azteken,
die Mayas in Mexiko und in Peru die Inkas waren mit Piercings geschmückt.
Dies belegen Funde von gepiercten Skulpturen in Grabkammern.
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Zu Zeiten der Pharaonen
galt in Ägypten das Bauchnabelpiercing als Zeichen adeliger Herkunft
und es war den Bürgern strengstens verboten, ein solches zu tragen.
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Im römischen
Reich trug der Centurio ein Brustwarzenpiercing.
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Das Prinz-Albert-Piercing
bekam seinen Namen im viktorianischen England.
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Das Hafada-Piercing
galt bei den Arabern als Zeichen der Männlichkeit.
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Bei vielen Naturvölkern
Afrikas und Asiens wurden rituelle Piercings gestochen. Diese symbolisierten
die Familien- oder Gruppenzugehörigkeit. Teilweise kennzeichnete ein
Piercing auch eine entsprechende Stellung in der Gesellschaft, oder sollte
Mut und Kraft verleihen.
Viele Piercings
wurden als Teil einer Initiationszeremonie durchgeführt. Dabei wird
das Kind zum Erwachsenen und als vollständiges Mitglied des Stammes
aufgenommen.
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Noch heute durchbohren
sich die Hindus in Indien und Indonesien die Backen als Zeichen der Buße.
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In einigen Regionen
Indiens bedeutet ein Nasenpiercing links, die Frau ist ledig oder ein Nasenpiercing
rechts, die Frau ist verheiratet.
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In Deutschland ist
Intimschmuck seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Bilder
dargestellt.
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Auf den Ohrring machten
zunächst Hippies und Biker aufmerksam.
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Die Punks der 70er
Jahre trugen als Zeichen der Gruppenzugehörigkeit öffentlich
Ohren-, Lippen-, Nasenpiercings.
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Erst seit den späten
90ern ist ein Bauchnabel- oder Nasenpiercing bei den meisten ebenso akzeptiert
wie ein Ohrring.
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