Bei piercing Point wird nicht "geschossen"!
 
Die Stecker, die beim "Schießen" verwendet werden sind bei weitem nicht so scharf wie eine Kanüle. Daher wird das Gewebe regelrecht gesprengt. Dies wird vor allem an den Rändern eines geschossenen Stichkanal deutlich, welche ziemlich "ausgefranst" aussehen, ähnlich wie bei einem Bombenkrater. Da die Schusspistolen nicht sterilisierbar sind bleibt immer ein Restrisiko der Übertragung von HIV, Hepatitis u.a. Infektionskrankheiten.
Das "Schießen" ist lediglich am Ohrläppchen zu tolerieren.
Gewebe, welches knorpelige Anteile enthält darf auf keinen Fall "geschossen" werden. Dazu zählt natürlich der Ohrknorpel, aber auch der Nasenflügel.
Wird der Knorpel dennoch "geschossen", so kann dies zu chronischen Entzündungen führen, die selbst Jahre nach entfernen des Schmucks zu Problemen führen können.
 
Wie wird ein Piercing gestochen?
 
Zuerst wird die zu piercende Stelle gründlich desinfiziert und anschließend mit einem Punkt ( je nach Piercing zwei Punkten ) markiert. 
Nach der Betäubung ( Siehe auch: Tut das weh? ) wird dieser Punkt mit einer Klemme fixiert. Nun wird auf der einen Seite eingestochen und wegen der Klemme ist es unmöglich woanders raus zu kommen als auf der anderen Seite. 
Um die Nadel befindet sich ein kleiner Plastikschlauch, auf den der Schmuck "aufgefädelt" wird und mit dem Schlauch im Stichkanal platziert wird.
 
Die Technik, die piercing Point verwendet bietet dem Kunden größt möglichen Schutz.
 
Manche Piercer verwenden keine Klemmen und stechen einfach so ein und suchen sich den Weg durchs Gewebe. Dabei ist nicht auszuschließen, dass Strukturen verletzt werden, die besser unverletzt bleiben sollten. Außerdem kann dann nicht so schnell gestochen werden, wie bei Gewebe, welches in einer Klemme fixiert ist.

Weitere Vorteile bietet die Klemmen - Technik bei Piercings, (wie z. B. Ohrknorpel, Tragus, Nasenflügel) bei denen die zu piercende Haut nachgibt. Diese Haut muss entgegengesetzt der Stichrichtung gehalten werden, da sonst der Stichkanal nicht gerade gestochen werden kann. 
Verzichtet man auf den Einsatz von Klemmen, so muss der Piercer wohl seine Finger benutzen.  Dabei ist das Risiko recht groß, dass der Piercer sich sticht. 
Pech für den Piercer, aber wenn der dann blutet...
Schließlich muss die Nadel wieder zurück durch den Stichkanal.