Schmuck für den Ersteinsatz
 
Für den Ersteinsatz verwendet piercing Point ausschließlich nickelfreien Schmuck, der natürlich vor dem Einsatz sterilisiert wurde. 
Chirurgen Stahl ist wegen dem zu hohem Nickelanteil ungeeignet. Ebenso Silber, da dieses korrodiert und so zu Entzündungen führen kann. 
Nur hochwertiger Schmuck wie z. B. Titan, Niobium oder
Gold ( 18 Karat ) ist akzeptabel.
Seit August 2002 bietet piercing Point ein weiteres Material an: Mit Ausnahme bei Lippenbändchen- und Zungen- Piercing empfehlen wir PTFE.
 
Warum PTFE?
 
PTFE ist ein Kunststoff, der in der Herzchirurgie verwendet wird und entscheidende Vorteile bei Wundheilung bietet.
  • Jede Bewegung des Schmucks im Stichkanal ist für die Heilung schädlich. Auf Grund der Oberflächenstruktur kann der PTFE - Stab nicht mehr im Stichkanal "festwachsen", was z.B. bei Titan durch Bewegung verhindert werden muss.
  • Da der Stab flexibel ist passt er sich automatisch dem Stichkanal an, nicht wie bei einem Metallstab, der den Stichkanal in eine Richtung zwingt.
  • Der PTFE-Stab kann auf jede gewünschte Länge passend zugeschnitten werden, so dass mögliche Schwellungen berücksichtigt werden können.
 
Warum keine Ringe zum Ersteinsatz?
 
Wird bei einem Piercing ein Material verwendet, bei dem ein Festwachsen durch Bewegung verhindert werden muss, so ist ein Ring etwas einfacher zu bewegen als ein Stab.
Dennoch empfehlen wir auch bei diesen Materialien einen Stab, da Ringe entscheidende Nachteile mit sich bringen:
  • Nur ca. 1/4 des Ringes ist im Stichkanal, der überwiegende Rest ist frei. Auf diesem können sich permanent Bakterien sammeln. Während der ganz normalen täglichen Bewegung, bewegt sich auch der Ring ein wenig und bring die Bakterien in den Stichkanal, wo diese dann Entzündungen verursachen.
  • Der große Anteil des Rings ausserhalb des Stichkanals ragt über die Körperoberfläche hinaus und ist prädestiniert um daran hängen zu bleiben.
  • Viel entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass der Ring nicht immer so schön gerade im Stichkanal sitzt. Spätestens Nachts im Schlaf legt sich der Ring auf eine Seite. Dies kann zu Druckstellen führen, zu einer verringerten Durchblutung des Gewebes und letztendlich zum Absterben des Gewebes.


Fazit: Die negativen Eigenschaften von Ringen stehen in keinem Verhältnis zu der geringen Vereinfachung bei der Pflege.
Stäbe sind nahezu genauso leicht sauber zuhalten.


 
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